Verkehrsgesellschaft Kreis Unna mbH

JederBus Inklusion erfahren in den Bussen der VKU

Projekt JederBus – Inklusion

Anfang 2013 hat der Kreis Unna die VKU beauftragt das Projekt JederBus – Inklusion erfahren durchzuführen.

Ziel ist es, allen Menschen möglichst große Mobilität zu ermöglichen.

Mobilität darf nicht von Beeinträchtigungen oder Alter abhängig sein. JederBus arbeitet eng mit Betroffenen zusammen, um dieses Ziel zu erreichen.

Es finden regelmäßig Workshops statt. Die Teilnehmer überlegen, gemeinsam mit der VKU, wie sie ihre Mobilität besser gestalten können. Daraus ergaben sich viele, verschiedene Teilprojekte. Hier eine kleine Auswahl:

  • Busausstattung
  • Bus.Hör.Stelle
  • Leichte Sprache
  • Akzeptanz / Toleranz
  • Sicherheitsringe
  • Busschule / Sicherheitstraining

Weitere Informationen zum Projekt JederBus gibt es bei Gaby Freudenreich unter Tel. 02307/20968 oder an gaby.freudenreich@vku-online.de.

Einweihung der ersten BusHörStelle in Bergkamen
 Inklusion erfahren in den Bussen der VKU

JederBus gewinnt den Inklusionspreis NRW

Das Land NRW vergab 2015 zum ersten Mal den Inklusionspreis. Geehrt wurden Projekte die Inklusion im Bewusstsein der Menschen erfahrbar machen und zur Nachahmung anregen. Das Schwerpunktthema 2015 lautete: „Stärkung der Partizipation und Interessenvertretung von Menschen mit Behinderungen“.

Das Projekt Jeder Bus hat sich mit seiner Arbeitsweise um diesen Preis beworben und überzeugte die Jury.

Frank Oeppert ist begeistert: „Wir sind auf einem guten Weg, damit sich für uns der Alltag leichter gestaltet und wir alles mitmachen können, was ‚Normalos‘ auch tun können.“ Die „Normalos“ sind laut Oeppert Menschen ohne Beeinträchtigung. Er selbst ist an Multiple Sklerose erkrankt. Im Alltag steht er vielen Herausforderungen gegenüber –  so zum Beispiel beim Busfahren.

Damit Menschen mit Behinderungen einfacher Bus fahren können, haben die VKU und der Kreis Unna im Jahr 2013  „JederBus“ ins Leben gerufen. Zusammen mit Betroffenen hat sich Projektleiterin Gaby Freudenreich an einen Tisch gesetzt und erörtert, welche Barrieren die alltägliche Busfahrt für „Nicht-Normalos“ bietet und wie man diese überwinden kann.

Daraus ist ein ganzes Paket an Aktivitäten entstanden, um Bus fahren barrierefreier zu gestalten. Die Jury überzeugte vor allem, dass vielfältige Lösungsansätze gemeinsam mit den Betroffenen erarbeitet wurden. In Workshops hat die VKU zusammen mit verschiedenen Behindertengruppen ermittelt, welche Barriere es gibt. Für Menschen mit einer Sehbehinderung schuf das Projekt mittels schwarz-gelber Türmarkierungen und gelben Haltestangen bessere Orientierung.

Für Rollstuhlfahrer, die entgegen der Fahrtrichtung sitzen, montierte es eine zweite Haltestellenanzeige im Bus. Und Induktionsschleifen helfen mit Hörgerät, die Verständigung im ServiceCenter ohne Störgeräusche direkt im Hörgerät leichter zu machen. Viele Ideen kommen auch den „Normalos“ entgegen. Eine Handy-App gibt sprachlich über die Ankunft der Busse und Faltblätter in „leichter Sprache“ helfen Menschen mit Leseschwäche.

Auch bei der Verleihung des Preises wurde auf das Thema Inklusion geachtet. So standen alle die sich engagieren und mitwirken, zusammen mit der Projektleiterin, auf der Bühne. Mitten unter ihnen: Landrat Michael Makiolla und VKU-Geschäftsführer André Pieperjohanns. Sie gratulierten allen Projektbeteiligten zum Erfolg des Projektes „JederBus“.

Zeitgleich nahm das Inklusionskataster NRW das Projekt JederBus auf. Das Zentrum für Planung und Evaluation Sozialer Dienste (ZPE) der Universität Siegen und dem Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales (MAIS) betreibt die Internetplattform „Inklusionskataster NRW“. Unter www.inklusionskataster-nrw.de finden sich Anregungen in Form unterschiedlichster Praxisbeispiele, Projektideen und Planungsaktivitäten zur Entwicklung inklusiver Gemeinwesen.

Weitere Informationen zum Projekt JederBus gibt es bei Gaby Freudenreich unter Tel. 02307/20968 oder an gaby.freudenreich@vku-online.de.


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